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Fenster zur Wissenschaft

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Die Fachdidaktik Biologie der Universität Bonn möchte mit ihrer Veranstaltungsreihe „Fenster zur Wissenschaft“ sowohl den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft als auch zwischen Theorie und Praxis fördern. Im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen (Vorträge, Workshops, Exkursionen...) werden mehrmals jährlich aktuelle Ergebnisse aus der nationalen und internationalen biologiedidaktischen Forschung vorgestellt und diskutiert. Ziel ist es, den Nutzen dieser Ergebnisse für die praktische Biologievermittlung in unterschiedlichen Kontexten (in Kindergärten, Schulen, Hochschulen und an außerschulischen Lernorten) aufzuzeigen und zu diskutieren. 

 

Öffentlicher Vortrag:

16.01.2018

14:00 Uhr (c.t.)

Hörsaal Botanik,
Nussallee 4                     

Plakat

 

Vortragstitel:

 „Ich finde das ist unhöflich, aber man braucht das!“

Kultursensible Sexualpädagogik mit jugendlichen Geflüchteten (KuSe)
 

Sexualpädagogik mit jugendlichen Geflüchteten ist eine Gradwanderung zwischen dringend notwendiger und teilweise auch ersehnter Aufklärung und ständiger Zumutung für die Teilnehmenden. Unweigerlich werden Schamgrenzen überschritten und dennoch besteht wie bei den meisten Jugendlichen ein großes Interesse am eigenen Körpergeschehen und an Sexualität. „Ich finde das ist unhöflich, aber man braucht das!“, ist das treffende Resümee eines jungen Afghanen, der an den sexualpädagogischen Workshops im Rahmen des KuSe-Projekts der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Kooperation mit pro familia Ludwigsburg e.V. teilnahm.

Angekommen in Deutschland werden jugendliche Geflüchtete nicht nur mit sexualisierter Sprache, sondern auch mit leicht bekleideten Frauen und Männern, freizügigen Filmen, Musikvideos und nicht selten sexualisierten Beiträgen in sozialen Netzwerken konfrontiert. Die Rollenbilder von Mann und Frau entsprechen häufig nicht denen ihrer eigenen Kultur, was zu Verwirrung, Missverständnissen und Befangenheiten führt.

Das KuSe-Projekt liefert sowohl einen Theoriebeitrag, der sich aus einer wertvollen Sammlung authentischer Erfahrungen im trans- und interkulturellen Austausch zum Thema Sexualität generiert, als auch einen praktischen Beitrag in Form von konkreten Materialien, die im sexualpädagogischen Alltag von Schulen und Beratungsstellen direkte Verwendung finden können. Der disziplinübergreifende Educational Design Research Ansatz stellt einen innovativen Zugang zu dieser Thematik dar und sichert gleichzeitig praktische Relevanz und wissenschaftliche Gültigkeit.

 

 

Frau Sonja Schaal ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Biologie und ihre Didaktik der PH Ludwigsburg. Nach ihrer Tätigkeit als Realschullehrerin promovierte sie 2016 zur Förderung der Wertschätzung lokaler Biodiversität  mit Geogames. Im Fokus ihrer Lehre und Forschung stehen Themen wie Humanbiologie, Gesundheitsförderung, Sexualpädagogik oder ortsbezogenes Lernen in formalen und informellen Bildungskontexten.

 

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Öffentlicher Vortrag:

10.01.2017 

14:30 Uhr (s.t.)

Seminarraum (R.0.014) im Nees-Institut, Meckenheimer Allee 170 

                  


Vortragstitel:

 „Smartphone-Spiele - eine Option für das Lernen von biologischen Inhalten?!“ 

 

 

Spätestens seit dem Erfolg von Pokémon Go wird heiß diskutiert, ob diese Art von Smartphone-Spielen auch für Bildungsprozesse genutzt werden kann. Prof. Schaal und seine Arbeitsgruppe befassen sich schon seit mehreren Jahren mit dieser Frage und konnten Möglichkeiten und Grenzen von Smartphone und Co. für Biologie-bezogene Lernprozesse identifizieren. 

 Im Vortrag wird Prof. Schaal zunächst eine theoretische Einordnung mobiler, ortsbezogener Lern- und Informationsangebote vornehmen. Anschließend stellt er drei ortsbezogene Spiele für Smartphones vor: a) ein Pflanzenfoto-Sammelspiel (der „grüne Schatz“) für Kinder im Grundschulalter, b) ein Spiel für Jugendliche zur Erkundung von Lebensräumen und zum Schutz der biologischen Vielfalt, und c) ein Spiel zum verantwortungsvollen Ernährungs- und Konsumverhaltens im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Bei der Entwicklung und Evaluation dieser Spiele wurden umwelt- bzw. konsumbezogene Einstellungen, Wissen und Spielfreude berücksichtigt und erfasst und miteinander in Beziehung gesetzt. Außerdem wird Prof. Schaal Werkzeuge und Tools zur Erstellung eigener ortsbezogener Spiele durch Lehrende oder Lernende selbst vorstellen.

 

 

 

Dr. Steffen Schaal ist Professor für Biologie und ihre Didaktik an der PH Ludwigsburg. Nach mehreren Jahren als Realschullehrer promovierte er 2005 zur fachintegrativen Nutzung digitaler Medien im naturwissenschaftlichen Unterricht. Er erhielt 2006 einen Ruf an die PH Ludwigsburg, von 2009-11 leitete er die Didaktik der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg. Seit 2011 befasst er sich in verschiedenen Drittmittelprojekten mit der Gestaltung, Erprobung und Umsetzung von ortsbezogenen Lern- und Informationsangeboten im (Biologie-)Unterricht.

 

 

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Öffentlicher Vortrag:

11.01.2016

17:15 Uhr

Poppelsdorfer Schloss, Hörsaal Zoologie


Vortragstitel:

 „Naturwissenschaftslernen im Anthropozän“ 

 

Der Vortragende wird sich mit der Frage beschäftigen, wie naturwissenschaftliche Bildung zur Lösung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust von Biodiversität oder Rohstoffknappheit beitragen kann.

Professor Niebert ist seit 2014 Leiter des Lehrstuhls Didaktik der Naturwissenschaften und der Nachhaltigkeit an der Universität Zürich. Von 2012-2014 war er Professor an der Leuphana-Universität Lüneburg und davor als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leibniz-Universität Hannover (AG Gropengießer) tätig. Seine Dissertation verfasste er 2010 zum Thema "Den Klimawandel verstehen". Seit November 2015 ist Prof. Niebert Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

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16.12.2015

17:15 Uhr

Hörsaal Geologie (Steinmann-Institut, Nussallee 8, Raum 24)

Plakat

Vortragstitel:

 „Biologie Lernen mit Alltagsvorstellungen“ 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie ganz herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Professor Kattmann war ab 1982 Leiter der Biologiedidaktik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Programmverantwortlicher für das Graduierten-Kolleg "Fachdidaktische Rekonstruktion - Didaktische Rekonstruktion". 2004 wurde Prof. Kattmann emeritiert. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Anthropologie und die fachdidaktische Lehr-Lernforschung, speziell Vorstellungen zu Evolution und Genetik. 


Der Referent über seinen Vortrag:

"Wale sind Fische", "Pflanzen atmen Kohlenstoffdioxid ein und Sauerstoff aus", "Arten passen sich ihrer Umwelt an", "Energie wird verbraucht." Solche Alltagsvorstellungen sind bei Schülerinnen und Schülern verbreitet und werden häufig als Fehlvorstellungen bezeichnet. Daneben gibt es Alltagsvorstellungen auch in Lehrbüchern:  "Merkmale werden vererbt", "Biologische Oxidation ist eine langsame Verbrennung von Nährstoffen", "Pflanzen produzieren den Sauerstoff für die Atmung von Tieren und Menschen", die einer fachlichen Klärung nicht standhalten.

Wie soll mit Alltagsvorstellungen im Unterricht umgegangen werden? Hierzu werden im Vortrag Methoden erläutert und Tipps gegeben, mit denen Alltagsvorstellungen nicht verschwiegen oder umgangen, sondern für das fachliche Lernen genutzt werden. Dabei wird anstelle des Ersetzens durch fachliche Vorstellungen (conceptual change) das begriffliche Umlernen (conceptual reconstruction) mithilfe der Reflexion der Alltagsvorstellungen empfohlen."

 
 

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Lehrerfortbildung zur "Nature of Science":

14.01.2015

14:30 bis 17:30 Uhr

Seminarraum R. 0.014 im Nees Institut, Meckenheimer Allee 170, 53115 Bonn

Anmeldung erforderlich!

Fortbildungstitel:

 

 „Mysterytubes und Tricky Tracks - Wie Wissenschaft funktioniert und wie man es Schüler/innen vermitteln kann“ 


Ein forschender naturwissenschaftlicher Unterricht fordert neben einem tieferen Verständnis naturwissenschaftlicher Konzepte auch das Verständnis der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise. Im Workshop „Mysterytubes und Tricky Tracks - Wie Wissenschaft funktioniert und wie man es Schüler/innen vermitteln kann“, lernen die TeilnehmerInnen einfache Möglichkeiten kennen, das Wissenschaftsverständnis der jungen LernerInnen zu erweitern. Sie begeben sich als PaläontologInnen auf Knochensuche, üben sich im Spurenlesen und erforschen das Innenleben mysteriöser Klorollen.

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Öffentlicher Vortrag:
17.11.2014 17:15 Uhr Poppelsdorfer Schloss, Hörsaal Zoologie Plakat

Vortragstitel:

 „Wie man Biologie verstehen kann“ 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie ganz herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Professor Gropengießer ist Leiter der Biologiedidaktik an der Leibniz-Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Didaktische Rekonstruktion und die Theorie des erfahrungsbasierten Verstehens (TeV). 

Der Referent über seinen Vortrag:
"Jeden Schultag haben etwa eine halbe Million Schüler Biologieunterricht und an deutschen Hochschulen sind 66.000 Studierende für die Fächergruppe Biologie eingeschrieben. Allein diese Zahlen machen deutlich, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen: Wenn es gelänge, das Lernen und Lehren der Biologie auch nur ein wenig effektiver zu machen, wäre schon viel gewonnen. Biologie gilt als „leichtes“ Fach. Aus Sicht der Biologiedidaktik ist Biologie allerdings schwierig zu verstehen – für Schüler, wie auch für Studierende und selbst Autoren von Lehrbüchern. An Beispielen aus der Vorstellungsforschung und an gängigen akademischen Lehrbüchern soll dies belegt werden. Die Theorie des erfahrungsbasierten Verstehens (engl. embodied cognition) erklärt, wie Verständnisse erreicht werden und sagt Lernschwierigkeiten voraus. Daraus lässt sich auch ableiten, was Lehrpersonen zum Verstehen der Biologie beitragen können."

 
 
 
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